Zum Inhalt springen

Sie sind hier:

Die Ausbildung

Bei der Ausbildung zum/r Heilerziehungspfleger*in an der Fachschule in Quakenbrück handelt es sich um eine 3-jährige vollzeitschulische Ausbildung.

Um auf die vielfältigen Anforderungen des Berufes vorzubereiten, wird neben dem theoretischen Unterricht die fachpraktische Ausbildung durch Praktikumszeiten ergänzt, die von der Fachschule begleitet werden. 

Aufnahmevoraussetzungen

In die Fachschule Heilerziehungspflege kann aufgenommen werden, wer als schulische und berufliche Voraussetzung

  1. den Sekundarabschluss I - Realschulabschluss - oder einen gleichwertigen Abschluss und einen der Folgenden Einrichtungen nachweisen kann
    • den erfolgreichen Besuch der Berufsfachschule Hauswirtschaft und Pflege mit dem Schwerpunkt Persönliche Assistenz
    • eine erfolgreich abgeschlossene mindestens zweijährige Berufsausbildung und den Berufsschulabschluss oder einen gleichwertigen Bildungsstand aufweist
    • ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) in einem für die Heilerziehungspflege einschlägigen Bereich absolviert hat bzw. eine einjährige Tätigkeit im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes in einem für die Heilerziehungspflege einschlägigen Bereich absolviert hat oder ein einjähriges Praktikum in Vollzeit in einem für die Heilerziehungspflege einschlägigen Bereich
      • oder den erfolgreichen Besuch einer dieser Einrichtungen nachweisen kann
    • der Klasse 11 der Fachoberschule Gesundheit und Soziales
    • der Klasse 1 der Berufsfachschule Ergotherapie oder Pflege oder einer vergleichbaren Berufsfachschule
    • der Grundstufe (die Grundstufe umfasst in der Regel das erste Jahr der berufsschulischen Ausbildung) einer einschlägigen dualen Berufsausbildung
    • der Einführungsphase (Jahrgangsstufe 11) des Beruflichen Gymnasiums Gesundheit und Soziales
    • der Berufsfachschule -Pflegeassistenz- mit einem Notendurchschnitt von mind. 3,0
  2. eine Hochschulzugangsberechtigung besitzt und ein für die Fachrichtung einschlägiges Praktikum im Umfang von 400 Zeitstunden abgeleistet hat und
  3. seine persönliche Zuverlässigkeit und gesundheitliche Eignung nachweist (Führungszeugnis und ärztliche Bescheinigung).

Ausbildung im allgemeinen und berufsbezogenen Lernbereich - Theorie

Theoretische Kenntnisse werden innerhalb der 3 Ausbildungsjahre in den Fächern der Allgemeinbildung (Deutsch/Kommunikation, Fremdsprache/Kommunikation, Mathe/Naturwissenschaft, Politik, Religion) und im berufsbezogenen Lernbereich in Form von 18 Modulen vermittelt.

Zusammenfassen lassen sich die die Module in die Modulreihen:

  1. Pädagogik
  2. Pflege
  3. Entwicklungsprozesse
  4. Kommunikation
  5. Management
  6. Optionale Lernangebote (Gebärdensprache, Theater, Inklusionspädagogik, Begleitung Kinder/Jugendlicher mit psychischer Erkrankung)

In der Differenzierung und Gewichtung der Module wird dabei der genuine Umstand betont, dass hier Pädagogik und Pflege als tragende Säulen in einer Profession vereint werden.

Die 3-jährige theoretische Ausbildung umfasst 2400 Std.

Ausgerichtet ist die Ausbildung entsprechend des Deutschen Qualifikationsrahmens auf der Niveaustufe 6 (DQR 6). 

Ausbildung im Berufsbezogenen Lernbereich - Praxis

Während des Ausbildungsganges wird zusätzlich eine praktische Ausbildung von 1.500 Zeitstunden durchgeführt (aufgeteilt in 3 Praxismodule mit jeweils 500 Std. pro Ausbildungsjahr). Die praktische Ausbildung ist vorrangig in den Bereichen Pflege, Bildung und Erziehung abzuleisten.

Die Module im Berufsbezogenen Lernbereich - Praxis sehen vor, dass Fachschüler*innen die komplexe Aufgabenstellung der heilerziehungspflegerischen Tätigkeit in unterschiedlichen Einrichtungen exemplarisch erfassen und theoretisch erworbene Kompetenzen praktisch anwenden sowie weiter differenzieren und vertiefen. Dabei ist es notwendig, dass praktische Erfahrungen sowohl im pädagogischen als auch im pflegerischen Bereich erworben werden.

Die Struktur der Ausbildung an der Fachschule in Quakenbrück folgt sowohl theoretisch als auch praktisch einem ganzheitlich geprägten Menschenbild und orientiert sich am Lebensweltkonzept.

  • 1. Jahr: Das Kind und der junge Mensch mit einer Beeinträchtigung stehen im Fokus (Lebenswelt Bildung)
  • 2. Jahr: Der erwachsene Mensch wird in seiner Lebenswelt (Arbeit und Wohnen) begleitet und pflegerisch unterstützt
  • 3. Jahr: Der Schwerpunkt richtet sich auf besondere Herausforderungen und Teilhabe von Menschen mit schwerer Beeinträchtigung, von betagten Menschen und von Menschen mit psychischen Problemen und/oder Problemverhalten.

Modulprüfungen, benotete Leistungsnachweise und Abschlussprüfung

Die Ausbildung beinhaltet entsprechende ausbildungsbegleitende Modulprüfungen und fachpraktische Leistungsnachweise und endet mit einer Abschlussprüfung.

Die Abschlussprüfung besteht aus 4 schriftlichen und einem fachpraktischen Teil.

Abschluss

  • Staatlich anerkannte/r Heilerziehungspfleger*in
  • Bachelor Professional in Sozialwesen
  • Allgemeine Fachhochschulreife
  • Hochschulzugangsberechtigung für ein Studium jeder Fachrichtung an jeder Hochschule in Niedersachsen nach § 18 Abs. 4 Satz 1 Nr. 5 des Niedersächsischen Hochschulgesetzes (NHG).

Anerkennung von Credit Points für ein Studium (z.B. Sonderpädagogik)

Zurück zum Seitenanfang